Das Institut für Materialdesign IMD an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach wird von Prof. Dr. Markus Holzbach geleitet. Schwerpunkt der Arbeiten ist die Rolle des Materials im Gestaltungsprozess. Die neue Logik des Materials hat häufig nichts mehr mit ursprünglich „inhärenten“ Eigenschaften zu tun. Informierte Materialien verändern die Art und Weise von Gestaltungskonzeptionen grundlegend. Aus materialgerechtem Gestalten wird ein „Gestalten mit gestalteten Materialien“. Materialien werden zum Träger unterschiedlichster Informationen, die mit ihrer Umwelt in einen Dialog treten. Sie übernehmen zunehmend die Rolle des eigentlichen Objekts und werden informativ und intuitiv. 

The Institute for Material Design IMD at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach is working on the experimental and interdisciplinary intersection of design and materialization. The focus of the work is the role of the material in the design process. Designing appropriate to the material becomes a „design with designed materials“. The new logic of the material often has nothing to do with originally „inherent“ properties. Informed materials change the way design concepts fundamentally. Materials become carriers of a wide variety of information that enter into a dialogue with their environment. They increasingly take on the role of the actual object and become informative and intuitive.

imd_plant transistor- Talking Plants

Anlässlich des 150-jährigen Palmengartenjubiläums haben sich Gestalter_innen und Künstler_innen mit dem Palmengarten und seinen „Transformationen“ im Wandel der Zeit auseinandergesetzt. 

Studierende des Instituts für Materialdesign IMD der Hochschule für Gestaltung in Offenbach gestalteten hierfür einen Pavillon, der die Bedeutung des Palmengartens als Begegnungsort zwischen Pflanze, Natur und Mensch beinhaltet. Dabei steht vor allem der symbiotische Dialog von Natur und Kultur im Fokus. 

Die Grundstruktur des Pavillons baut auf der natürlichen Form der Fibonacci-Folge auf und wird in ihrer Logik zu einer architektonischen Raumstruktur weitergedacht. Gebündelte Weidenruten bilden dabei die offene Grundstruktur, die mit einer weißen mehrlagigen Textil-Membran überspannt ist und so eine ganz eigene Raumatmosphäre erzeugt. Der Pavillon ist sowohl von Innen als auch von Außen mit Pflanzen bewachsen, die im Laufe der Zeit den Pavillon als Artefakt vollkommen überwuchern und übernehmen. Anhand einer Sound- und Lichtinstallation lässt sich während dieser Interaktion zwischen Natur und Kultur eine Brücke zur Technik schlagen. Durch eine an die Pflanzen angebrachte Sensorik werden Impulse gemessen und ihre Interaktionen und Reaktionen mit der Umgebung in ein Sound- und Lichtbild transformiert. Es entsteht eine auditiv und visuell wahrnehmbare Atmosphäre, die interaktiv auf jeden Besucher reagiert. Zeitgleich wird das von Kommunikation und Reaktionen geprägte verborgene Netzwerk der Pflanzen veranschaulicht. Somit wird der „imd_plant transistor“ selbst zu einem experimentellen Forschungsbiotop.

Projektbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Arch. Markus Holzbach, Dipl.-Des. Valentin Brück

Teilnehmer_innen: Lisa Bartz, Kira Bernauer, Sophie Bernauer, Johannes Bietz, Till Eser, Lucas Glittenberg, Noa Haller, Nina Jäcker, Lennard Ludig, Zachary Mentzos, Leonard Neunzerling, Josephine Pavesi, Daniel Wolff

Besonderer Dank an das Palmengarten Team, Stephan Blanché, Michael Langsdorf, Adrian Kitzinger, Robert Langer, Ziyu Zhou

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit Palmengarten Frankfurt

Keramikdruck

Durch die experimentelle Auseinandersetzung mit Materialien und Halbzeugen, die über eine identische oder ähnliche Gestalt verfügen, sollen formbestimmende Strukturen generiert oder gefunden werden. Der Fokus liegt auf dem Einsatz des 3D-Keramikdruckers. Zentrale Aspekte sind dabei der entwerferische Gestaltungswille, die formbestimmende Logik des Materials und/oder die Chancen und Restriktionen der eingesetzten Formgebungsverfahren. 

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Holzbach

Projektbetreuung: Dipl. Des. Valentin Brück, Lennard Wilde

Teilnehmer_innen: Christian Struwe, Christina Timmann, Jun Jin, Philip Kleine, Homa Soleimani, Johann Rambow, Lukas Loscher, Isenia Spatola, Celina Almendarez, Kira Bernauer, Nika, Gavran, Jonas Nitsch, Noa Haller, Marlene Bruch, Julia Huber, Yujin Kang

Sneature

Sneature ist der Entwurf eines abfallbasierten Turnschuhs. Upgecycelte Roh- und Abfallstoffe wurden für die Entwicklung eines biologischen Materialkreislaufes untersucht. Die Verwendung von additiven Fertigungsmethoden, wie 3D-Druck oder 3D-Stricken, ermöglicht sowohl eine individuelle Anpassung an den Nutzer als auch eine On-Demand-Produktion bei minimalem Energieaufwand. Das auf seine minimalen Bestandteile reduzierte Produkt besteht aus einer Membran aus Chiengora (Garn aus Hundehaaren), einem Übergangsbereich aus Naturkautschuk und einer Sohle aus Pilzmyzel. Nach Gebrauch ist Sneature biologisch abbaubar und kann somit als Nährstoffe in den natürlichen Stoffkreislauf rückgeführt werden. 

Diplom von: Emilie Burfeind

Projektbetreuung: Prof. Dr. Markus Holzbach, Dipl. Des. Valentin Brück

Kooperation: Modus Intarsia

Eco-Morphia

Die Installation „ECO_MORPHIA“ stellt einen symbiotischen Dialog von Natur und Kultur dar. Häufig versucht in solchen Natur-Kultur-Korrelationen eines der Systeme ein anderes zu übernehmen und erfahrungsgemäß dominiert dabei die Kultur nur allzu häufig die Natur. Die eigentliche Faszination liegt auf dem scheinbar unerschöpflichen Adaptionsvermögen der Natur und der Interaktion der belebten Natur mit der vom Menschen gestalteten Umwelt.

Die Installation entstand im Rahmen des Projekts ‚Natur Kultur‘ am von Prof. Dr. Markus Holzbach geleiteten Institut für Materialdesign IMD an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Ziel war es, ein System zu entwickeln, welches sich durch strukturelle Flexibilität an natürliche und materielle Herausforderungen anpassen kann. Ein System, welches primär nicht zur Aufgabe hat, die Kultur durch reine Nachahmung der Natur zu bereichern, sondern eine abstrahierte Symbiose zu schaffen und aus dieser „Zweckgemeinschaft“ neue Kenntnisse zu erlangen. Die resultierende Raumstruktur ist ephemer und zu 100% recycelbar, sie bietet eine Bühne für die Wiederverwertung bereits ausgedienter Pflanzen und Organismen des Palmengartens und wird so zu einem experimentellen Forschungsbiotop.

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Holzbach

Projektbetreuung: Dipl.-Ing. Tatjana Gorbachewskaja

Teilnehmer_innen: Lara Bohe, Delphine Collet, Marius Dittmar, Seyed Arash Mousavi Gharavi, Philip Landgrebe, Lucas Glittenberg, Andreas Grimm, Catharina Köhler, Dylan McGuire, Leonie Morbach, Cornelia Stehling

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

Palmengarten Frankfurt & Btv-Furniere GmbH

Fractal Chaos

Die Arbeit ‚Fractal Chaos’ setzt sich mit der Wiederholbarkeit des Unvorhersehbaren auseinander. Ziel war es, die Formgestaltung durch einen nicht artifiziell geplanten, konzeptualisierten, klassischen Designprozess zu generieren, sondern durch natürliche Krafteinwirkung. Im erhitzten, somit flüssigen Zustand, wurde das Material aus verschiedenen Höhen in verschiedenen Flüssigkeiten implementiert. Die Formvarianz entstand durch Varianz in der Oberflächenspannung der einzelnen Versuchsaufbauten. Die Wiederholbarkeit konnte eindeutig in den Versuchen bestätigt werden.

Zur Visualisierung wurde der Prozess automatisiert. Dazu wurde ein Auffangbecken generiert, welches sich formelästhetisch natürlichen Gewässern annähert und durch konzentrische Beckenunterteilung das Topfen des Materials rezitiert.

Lara Bohe

digital nature

Die Verschneidung von Natur und Technologie nimmt immer mehr zu. Es werden nicht nur bionische Prinzipien aus der Natur in technologische Prozesse abstrahiert, sondern nimmt auch die Verwendung natürlicher Materialien in der Gestaltung zu. In meinem Projekt digital nature habe ich mich mit der Implementierung von in der Natur vorkommenden Minimalflächen in eine algorithmisch berechenbare und als 2D-Schnittmuster physisch abwickelbare Raumstruktur auseinandergesetzt. Dabei war der Aspekt digital fabrication ein wichtiger Bestandteil des Projektes. Die mehrfach gekrümmten Flächen konnten in ein planares Schnittmuster abgewickelt und wieder als dreidimensionale Raumstruktur zusammgefügt werden. 

Andreas Grimm

Maku

Maku ist ein 3D-gedrucktes, pneumatisches System. In einem speziell entwickelten Druckverfahren werden Mikroorganismen in einer speziellen Nährlösung in flüssiges Silikon gedruckt. Die symbiotischen Lebenszyklen der Mikroorganismen treiben die Pneumatik an.
Die verschiedenen Funktions- und Gestaltungsebenen werden in einem durchlaufenden Druckprozess gefertigt. Die Organismen werden mit zunehmender Temperatur aktiver und treiben somit die Pneumatik an.
Das System funktioniert autonom und benötigt keine weiteren Hilfsmittel. Lediglich die Umgebungstemperatur muss stimmen.

Diplom von Valentin Brück

Ausgezeichnet mit dem Rundgangspreis des Kunstgewerbevereins Frankfurt am Main; HfG Offenbach Rundgang 2019

betreut von Prof. Dr. Markus Holzbach

Glas_Hybrids

Im Projekt „GLAS_hybrids” wurden in Zusammenarbeit mit dem IKKG der Hochschule Koblenz und den dortigen Glaswerkstätten konzeptionelle Materialstudien entwickelt. 

Dem direkten Umgang mit unterschiedlichen Materialien und der von entsprechenden Versuchsreihen geprägten Auseinandersetzung wurde im Projekt „GLAS_hybrids” Raum gegeben.
Besonderer Dank gilt dem IKKK der Hochschule Koblenz und den dortigen Werkstätten. Thomas Kohl, Jesse Magee und Christian Schultz haben unsere Kooperation ermöglicht und wesentlich zum Gelingen des Semesterprojekts und der Einzelarbeiten beigetragen.Projektbetreuung: Prof. Dr. Markus Holzbach, Thomas Koh

Kursteilnehmer_innen:  Amelie Ikas, Delphine Collet, Emilie Burfeind, Franca Tasch, Julia Huber, Michael Watene, Nathalie Thiel, Samira Kara, Sophia Kirwald, Stella Krause

plant b

Das Projekt “plant b” beschäftigt sich mit alternativen Fertigungsmethoden in der Gestaltung.

Da der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen (“Zirkularität”) heute ein wichtiges Thema in der Materialgestaltung ist, möchten wir vielversprechende und nachhaltige Alternativen für die Herstellung von digital gestalteten Strukturen entwickeln.

Deshalb haben wir bereits ein Verfahren entwickelt, um eine komplexe räumliche Struktur aus Cellulose in einem 3D-Drucker zu erzeugen und mit einem wachsenden Organismus (Weizengras und Mycel) und verschiedenen Wachsen (Stearin- und Bienenwachs) zu verbinden.

Der so entstandene Verbundstoff ist biologisch abbaubar und kann in den Produktionsprozess zurückgeführt werden.Andreas Grimm, Emilie Burfeind

Synthetische Mineral Akkretion

Das mit diesem Projekt entwickelte Verfahren, ist ein materialinspirierter Prozess zur Herstellung von stahlarmierten Tragwerkbauteilen aus Gestein innerhalb eines Beckens mit konzenrierter Meersalzwasserlösung. Das Verfahren soll einen neuen, adaptiven und überaus ökologischen Ansatz für zukünftige Projekte in Architektur und Design bieten. Im Laufe des Projekts gelang es ein fest ausgesteiftes Carbonatgesteinstützskellet über ein Hängemodell wachsen zu lassen. Nach dem vollständigen Trocknen lässt sich ein statisch optimiertes und synthetisch gewachsenes Bogentragwerkmodell gewinnen, welches den physikalischen Gesetzen der Stützlinie (Katenoide) folgt. Die schlotbildende, korallenartige Mineralkruste trägt hierbei mit ihrer einzigartigen Oberflächenstruktur unweigerlich zu einer sehr besonderen organisch, natürlich anmutenden Gesamtästhetik bei. Die innere Materialstruktur des Kalksteins ist offenporig und ähnelt dem menschlichen Knochenaufbau. Nutzbarer Sauer- und Wasserstoff sind vielversprechende „Abfallprodukte“ des S.M.A-Verfahrens. Florian Hahn

Particel

Das Themenfeld Partikel eröffnet unter Einsatz analoger und digitaler Werkzeuge ein dynamisches Experimentierfeld für reale und digitale Formfindungsstrategien. Inspiriert durch die Natur, die sich durch Aufbau und Abbau von ‚Material’ in einem stetigen Erneuerungsprozess befindet, soll durch das Denken und Planen in dynamischen Materialisierungs- und/oder Entmaterialisierungsprozessen das Steuern von Partikeln in einem System umgesetzt werden, um somit Wege optimierter Formfindung und Selbstorganisation zu entwickeln. Es bietet sich an, das physische Modell mit einem virtuellen Modell zu koppeln, um sich die jeweiligen Vorteile bzw. Synergieeffekte zunutze zu machen. 

Begleitet wird das Seminar mit Fachwissen und Sammlungspräparaten des

Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseums. Der Transfer von technolo-

gischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in den Designprozess ist

hierbei als wichtiger Bestandteil des Projekts vorgesehen.

Projektbetreuung: Prof. Dr. Markus Holzbach, 

                             Dipl.-Des. Steffen Reiter, 

                             Dipl.-Des. Benjamin Würkner

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

Dr. Dorte Janussen

Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt am Main

LEM-Intelligent Skin

Mobilität zwischen Digitalität und Exploration

Mobilität ist eine der zentralen Errungenschaften unserer zivilisierten Welt und stellt ein wesentliches Merkmal unserer modernen Gesellschaft dar. Im Zeitalter der Ressourcenknappheit werden neue Mobilitätskonzepte diskutiert. Einen wesentlichen Aspekt in diesen Überlegungen stellen die neueren Errungenschaften der Informationstechnologie dar. Zukünftige Mobilitätsformen werden über nie dagewesenes Potential an Konnektivitäten verfügen. Mit dem Projekt „LEM – intelligent skin“ kooperierten die designfabrik® der BASF mit Hyundai Europe und dem Institut für Materialdesign IMD an der HfG Offenbach bereits zum zweiten Mal erfolgreich.

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Holzbach

Projektbetreuung: Dipl.-Des. Steffen Reiter, Dipl-Des. Benjamin Würkner

Teilnehmer_innen: Alex Huschka, Andreas Grimm, David Maurer, Emilie Burfeind, Florian Hundt, Isabel Kovacevic, Julia Huisken, Lennard Wilde, Lisa Chiera, Lukas Porstner, Markus Mau, Maurice Riegler, Ricardo Ponce, Valentin Brück, Valentin Maskow

Soundkonzept: Matthias Ockert

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BASF designfabrik®, Hyundai Europe

Traumraum

Traumraum ist eine interaktive Rauminstallation nach Heiner Müllers Bildbeschreibung.
Es handelt sich um ein studentisches Kooperationsprojekt zweier Fachbereiche
an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach;
Bühnenbild (Prof. rosalie) und Materialdesign (Prof. Dr. Markus Holzbach). 

Der Traumraum spielt mit den Materialeigenschaften von Textil und Paraffin in Hinsicht auf Festigkeit, der Tragfähigkeit des eigenen Gewichtes und unterschiedlichen optischen und
haptischen Oberflächenqualitäten.
Als Interpretation der Bildbeschreibung von Heiner Müller, versteht sich die interaktive
Licht- und Soundinstallation als Erlebniskonzept, welche den Besucher auf poetische
Weise die Materie als Raum erfahren lässt.

Projektleitung:
Prof. rosalie, Prof. Dr. Markus Holzbach

Betreuung:
Nina Zoller, Dipl.-Ing. Tatjana Gorbachewskaja, Dipl. Des. Benjamin Würkner, Dipl. Des. Lilian Dedio

 
Teilnehmer_innen:
Angelina Ambrosch, Viviane Niebling, Chengtian Luo, Valentin Maskow, Marthe Schliephacke, Ricarda Bechstein, Lucia Bushart, Valentin Brück, Veronica Trebini

Ausgestellt:

HfG Offenbach Rundgang 2015

Luminale 2016 Frankfurt a.M.

Preise:

HfG Rundgangspreis 2015
Sonderpreis MaterialPreis 2015
3. Platz Textil & Leder

Riccio

Die experimentelle Raum- und Materialstudie Riccio entstand als Forschungsprojekt am IMD und demonstriert einen ‚materialorientierten‘ Gestaltungsansatz. Hierbei werden die Eigenschaften eines dreidimensionalen Textils (weich) mit denen einer keramischen Matrix (fest) kombiniert und mittels digitaler wie analoger Verarbeitungstechnologien zur Generierung von leichten keramischen Schalenbauteilen genutzt. Die Schalenformen beruhen auf der Möglichkeit, ein Textil mit eigener Flächenartikulation und gegensinnig gekrümmten Geometrien im Raum aufzuspannen. Schließlich basiert der Pavillon Riccio auf sechs dünnwandigen Schalenelementen aus dem textilarmierten Verbundwerkstoff.

Nico Reinhardt

Engelstrompete

Pavillon im Palmengarten zur Luminale 2012 – Biennale der Lichtkultur Frankfurt am Main

Das experimentelle begehbare Raumerlebnis mit dem Namen Engelstrompete verbindet die Idee der temporären Umhüllung mit Nachhaltigkeit. Die konstruktive Ausprägung des Raumes wird von einem leichten, blattähnlichen und modularen Flächentragwerk bestimmt. Die spezielle Bauweise macht den Pavillon zu einem vollkommen recyclingfähigen Bau: Alle verarbeiteten Materialien können problemlos getrennt werden, es werden keine umweltbelastenden Stoffgemische genutzt oder hergestellt. In seiner formalen Gestaltung bezieht sich die Umhüllung auf die Konstruktion der Blüte der Engelstrompete. Eine transluzente Membran aus Metallgewebe bildet die schillernde Haut zwischen den hölzernen Blattrippen und dient gleichzeitig als Reflexionsfläche für Lichtprojektionen. 

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Holzbach

Aldo Freund, Philip Kliem, Barbara Wildung, Benjamin Würkner

Sound:  Dominik Eulberg

Fotos: Emily Wabitsch

Magnetic Fabrics

Eine textile Oberfläche gezielt zu erforschen: Integrierte, magnetisch wirksame Komponenten werden konsequent nach Parametern wie Anordnung der Elemente und Beschaffenheit des Textils eingesetzt.

Mit der ursprünglichen Intention, das Textil gezielt in Bewegung zu versetzen, wurde ein poetisches Eigenleben erreicht. In ihrer Bewegung veranschaulicht die Arbeit den Zusammenhang von Medium und Form.

Lilian Dedio

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Blunero

Normalerweise unterliegt eine Flüssigkeit ihren eigenen physikalischen Gesetzen. Blunero erschafft eine unerwartete und materialfremde Ästhetik über fremdbestimmte Bewegungsprofile. 

Luigi Galbusera 

Paralightskin

Vibration, Berührung und Druck lassen das Material reagieren und erzeugen ein optisches Feedback. Paralightskin ist der Ansatz, das bestehende Bild einer automotiven Oberfläche zu überwinden, die Eigenschaft einer technischen Haut neu zu überdenken und seine Erscheinungsform neu zu interpretieren. 

Martin Pohlmann, Julian Schwarze, Johannes Wöhrlin

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

Prof. Peter Eckart

Evonik Industries AG

Bits&Bytes

Allgegenwärtig begegnen uns quadratische Flächen und Fenster zu binären Inhalten. Damit bricht der vorliegende Entwurf. Die Technik eröffnet neue Gestaltungsspielräume im Bereich der Formgebung. Durch Headtracking können die digitalen Inhalte zudem auf die individuelle Perspektive des Nutzers abgestimmt werden und ermöglichen so eine virtuelle Tiefe des Materials.

Digitale Oberflächen werden nicht mehr länger als rein informell orientierte Schnittstellen angesehen. Es geht um das Erzeugen von digitalen Medien, die sich sowohl physisch als auch inhaltlich an unsere Bedürfnisse anpassen.

Markus Mau

IMD in cooperation with/in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Interactive Wood

Die Ästhetik der strukturierten Holzoberfläche wird in der Dunkelheit sichtbar. Die Holzmaserung verbreitet einen schwachen Schimmer, der Licht zur Orientierung bietet. Durch die Berührung mit der Hand wird das Leuchten aktiviert. Nach einer gewissen Zeit schwächt die Beleuchtung ab und die Holzmaserung schimmert noch eine Weile nach. 

Johannes Wöhrlin

IMD In cooperation with/in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Perception of Mobility

Das Konzept bewegt sich an der Schnittstelle von Digitalität, analoger Materialität und der intuitiven Geschwindigkeitswahrnehmung des Menschen.

Als analoge Materialbasis dienen Studien mit perforierten Flächen, die je nach Geschwindigkeit den sich ändernden Fahrtwind auffangen und ein holographisches Volumen erzeugen, das zum digitalen transluzenten Projektionsraum wird. Um die menschliche Mobilitätsempfindung aktiv zu beeinflussen, bedarf es sogenannter digital projizierter „motion sequences“. Diese werden mit dem Blickfeld in der Realität überlagert. Es entstehen sogenannte Geschwindigkeitsillusionen.

Jan-Simon Maibaum

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Organic Interactive Skin

Das automotive Oberflächenkonzept verlagert technische und kommunikative Funktionen in die Fahrzeughaut. Im Zentrum des Konzepts steht das Ziel, Fahrzeuge „lebendiger“ zu machen. Licht wird auf der gesamten Fahrzeugoberfläche als Kommunikations­medium benutzt. Oberflächen­bewegungen und Transformationen der flexiblen Matrix werden mit Hilfe der Mikro- und Makrostruktur umgesetzt. Die Oberflächen­transformationen können als aerodynamische Funktion u.a. bestehende Systeme wie ESP unterstützen oder gezielt als Be- und Entlüftung für technische Komponenten funktionieren. 

Frédéric Kreutzer

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Transformative Paper

Die Struktur reagiert kontinuierlich auf die einwirkenden Umwelteinflüsse. In Abhängigkeit zur Luftfeuchtigkeit transformiert sich die Papierstruktur in unterschiedliche Zustände. Es entsteht eine Geste, die bei schwacher Feuchtezufuhr so subtil erscheinen kann, dass eine Transformation auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Bei Einwirkung von Nässe vollzieht sich die Transformation umso intensiver. Wird die Struktur Trockenheit ausgesetzt, so stellen sich die einzelnen Segmente auf. Bei Nässe schließt sich die Struktur komplett und beginnt intrinsisch zu leuchten. 

Florian Hundt

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Transformative Haptics

Das Konzept thematisiert den funktionalen Umgang mit den haptischen Qualitäten eines Materials. Ausgangspunkt ist die menschliche Hand und ihre Bewegungsfähigkeit im dreidimensionalen Raum. Die physische und mentale Handlungsfähigkeit wird erweitert. Die Interaktion findet in der Tiefe des Materials selbst statt und nicht an der Oberfläche. Neuartige Mensch-Objekt-Beziehungen entstehen mit der Konzentration auf das Fühlen und den damit verbundenen hörbaren Auswirkungen. 

Anna-Lena Moeckl

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Ceralay

Einsätze aus poröser Filterkeramik regulieren das Raumklima in Abhängigkeit zur Luftfeuchte. Die Filterkeramik ist in dünne Schichten eingepasst, welche als Grenzebene zum Fahrzeuginnenraum dienen. Die Frischluftzufuhr erfolgt über die Umgebungsluft im Außenraum. Die Außenluft steht mit dem Keramiksystem in Verbindung. Die natürliche Art der Klimatisierung kommt ohne Elektrizität aus und nimmt das Funktionsprinzip früherer Lehmbauten auf.

Andreas Hildebrand

In cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

F.L.AIR

Die Materialstudie beschäftigt sich mit der gezielten Regulierung von Beleuchtung und Belüftung. Das Material lässt sich durch intuitive Gesten ansteuern. Verschiedene Gesten lösen dabei unterschiedliche Funktionen aus. Inspiration zu dieser Form von Reaktion und Reizausübung bildet die Mimosa Pudica und das Meeresleuchten. Die homogene Oberfläche kann an dafür vorgesehenen Flächen durch Gestensteuerung aktiviert werden. Im Ruhezustand ist die Oberfläche komplett geschlossen und gibt keine der Funktionen preis. Erst durch die Gestensteuerung öffnet sich das Material und die erwünschten Funktionen wie Beleuchtung und Belüftung werden aktiviert. 

Alix Huschka

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

Voice

Der Wandel zur E-Mobilität eröffnet für die Kommunikationsschnittstelle Mensch-Automobil bisher unbedachte Möglichkeiten. Das Projekt beschäftigt sich mit den kommunikativen Elementen von Motorenlärm und eröffnet neue Möglichkeiten für die Auseinandersetzung mit den Themen Fußgängersicherheit, Lärmbelastung, Kommunikation und Personalisierung. Ein Schwerpunkt  der Arbeit liegt in der ästhetischen Darstellung und Wahrnehmung von Geräusch und Lärm. 

Aeneas Stankowski

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BMW AG

3D Ceramics

Die im Kurs „3D-Ceramics“ erzeugten Strukturen wurden am 3D-Drucker hinsichtlich ihres Materialeinsatzes und des eingesetzten Produktionsverfahrens – in diesem Falle  optimiert. Der Forschungsaspekt – ohne Unterscheidung von Technologie und Ästhetik – steht im Fokus dieser Arbeiten. Die Form eines Produkts ist das Ergebnis eines erzeugenden Prozesses.

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

Prof. Dr. Wolfgang Kollenberg

WZR ceramic solutions GmbH

Soundwaves

Soundwaves ist eine aus Stäben aufgebaute interaktive Struktur, die sich nach akustischen Signalen im Raum ausrichtet. Wie von einem Magneten angezogen, wenden sich die Stäbe Geräuschen im Raum zu und verweisen somit auf die akustischen Geschehnisse an jenem Ort. Ähnlich wie bei einem Weizenfeld im Wind werden die akustischen Signale in den harmonischen, wellenartigen Bewegungen der Stäbe sichtbar. 

Timothy Ekins, Steven Kaufmann, Chi Sohns, Marc-Samuel Ulm, Benjamin Würkner

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit   

Dipl.-Des. Friedrich Söllner

Dynamic Surface

Die symmetrische Struktur des Entwurfs, die in einem kontinuierlichen Übergang zunehmend filigraner wird, verbindet zwei konträre Materialien und deren vollkommen gegensätzliche Materialeigenschaften miteinander. Diese Eigenschaften bilden sich dabei unterschiedlich stark heraus. Die Struktur wird  in Bewegung gesetzt und nach verschiedenen Parametern angesteuert. 

Anna-Michèle Hamann

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BASF designfabrik

Hyundai Motor Deutschland GmbH

Cutting Tool

Glas und Holz qualifizieren sich durch ihre Eigenschaften für unterschiedliche Einsatzbereiche. Kann ein hybrides Material die Oberflächenhärte von Glas mit der strukturell bedingten Bruchfestigkeit von Holz verbinden? Normales Glas, der Werkstoff von Flaschen oder Fensterscheiben, ist für dieses Experiment ungeeignet: Selbst die sehr heiße Schmelze ist zu zäh, um so filigrane Strukturen wie Holz anzunehmen. Das Ausgangsmaterial wird dabei modifiziert; es entstehen völlig neue Möglichkeiten der Formgebung, Produktion und Anwendung. Markus Mau

Pars pro Toto

Im Entwurfsseminar Integrale Formgenerierung entstanden abstrakte Formen aus UHPC-Beton (Ultra High Performance Concrete). Der Gestaltungsprozess geht dabei einerseits von diesem neuartigen Material aus, andererseits von der seriellen (Re-)Produktion von Objekten im Gießverfahren. Die resultierenden Objekte interpretieren die Eigenschaften der Gussmasse. Er ermöglicht spiegelglatte Oberflächen und Bauteile mit hauchdünnen Wandstärken. In ihren Arbeiten loten die Studierenden die Grenzen dieses Materials aus – mit einem Spektrum von dichten, kompakten Körpern bis hin zu zarten und filigranen Konstruktionen. 

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

G.tecz, Kassel

Tactio

Wie beeinflussen Materialien und Strukturen die Wahrnehmung einer Raumsituation, in der die Oberflächen vor allem auf haptische Reize ausgelegt sind? Diese Frage stellt sich zum Beispiel in der gestalterischen Materialuntersuchung für zukünftige Automobilinterieurs.Tactio ist die Materialvision eines „nackten“ Armaturenbretts ohne Bedienelemente, dafür aber mit sensitiven Oberflächenbereichen. Die hochempfindlichen Tastsensoren unserer Fingerspitzen werden durch Mikrostrukturen angeregt. Taktiles Feedback erzeugt eine ungewohnte, aber intensivierte Mensch-Objekt-Interaktion: Einen Gegenstand zu berühren, heißt auch umgekehrt vom Gegenstand berührt zu werden. 

Marlies Kolodziey

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BASF designfabrik

Hyundai Motor Deutschland GmbH

Transtextil

Wie erzeugen textile Fertigungsverfahren raumgreifende, dreidimensionale Strukturen und Formen?

Die Polaritäten zwischen der fragilen und zerbrechlichen Anmutung, der Transparenz, der geringen Materialstärke, der hohen Reißfestigkeit, der Stabilität und der Flexibilität des Gefüges verleiht der Fadenkonstruktion faszinierende Gestaltungsspielräume in Anwendungen wie Technik, Medizin oder Architektur.

Marianne Pforte

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

Prof. Petra Kellner

Dipl.-Des. Bernadette Karl

Bacterial Composite

Composite sind zusammengesetzte Materialien, welche die Eigenschaften ihrer Bestandteile vorteilhaft miteinander verbinden. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Zellulose lassen sich beispielsweise mit Hilfe von genetisch modifizierten Bakterien nanokristalline Fasern produzieren. Im Projekt Bacterial Composite züchteten die Studierenden experimentell Biofilme und kombinierten sie mit natürlichen Textilien, um einzigartige Eigenschaften und Anmutungen für zukünftige Öko-Composite zu erhalten. 

Raffael Costa, Ricardo Ponce

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

BASF designfabrik

Hyundai Motor Deutschland GmbH

Light Skin

Light Skin ist die Vision einer interaktiven „Haut“ im automotiven Kontext.

Reize wie Berührung, Druck und Vibration werden aufgenommen und als Lichtpunkt wieder ausgegeben: Die Berührung wird sichtbar und gibt ein optisches Feedback.

Die Oberfläche wird zur analogen Schnittstelle zwischen Objekt und Raum. Im automotiven Kontext bietet Light Skin neben der haptischen Qualität auch die Möglichkeit, die Karosserie des Autos anzusteuern und sie als Informations- und Warnoberfläche im Straßenverkehr zu nutzen, indem physikalische Kräfte visualisiert werden. Light Skin ist der Ansatz, das bestehende Bild des Automobils zu überwinden und seine Funktion und Erscheinung neu zu interpretieren.

Martin Pohlmann, Julian Schwarze

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit Prof. Peter Eckart, HfG Offenbach

Evonik Industries AG

Anisotropie

Durch das Zusammenspiel der Anisotropie des Furniers in einer Makrostruktur ist es möglich, abhängig von der Feuchtigkeitsverteilung verschiedene Formen zu generieren. Gesteuert durch die Form und Ausrichtung der Furniermodule werden Strukturen denkbar, die sowohl auf die absolute Feuchtigkeit als auch die Verteilung von Feuchtigkeit im Raum reagieren und durch ihre dreidimensionale Verformung spezifische praktische und ästhetische Funktionen erfüllen.

Florian Hundt 

Ceramic Wood

Die Keramiken aus Holz, kurz: Holzkeramik, sind das Ergebnis eines materialinspirierten Prozesses, der sich mit der Frage nach der Komposition konträrer Materialeigenschaften befasst. Kombiniert man die Technologie der Keramikherstellung mit den Eigenschaften von natürlichem Holz, entstehen biomorphe Keramiken. Dieser besondere Werkstoff konserviert den strukturellen Aufbau von Pflanzen in Keramik. 

Die Kombination pflanzlicher Strukturen mit keramischen Eigenschaften eröffnet bisher ungenutzte Gestaltungspotenziale. In biomorphen Keramiken können die Ergebnisse natürlicher Evolution zur Verbesserung technischer Systeme genutzt werden.

Prof. Dr. Jochen Kriegesmann, Prof. Dr. Markus Holzbach

Gruppenprojekt, Grundstudium

IMD in cooperation with / in Zusammenarbeit mit

Saint-Gobain

Fraunhofer ISC

Parametric Skin

Parametric Skin ist eine Struktur, die Leder neu erfahrbar macht. Dieses künst­liche Strukturbild verändert die natürliche Anmutung des Leders und übersteigert sie, insbesondere beim Übergang von der Fläche in eine dreidimensionale Gestalt. Die digitale Netzstruktur, auf der Parametric Skin beruht, entsteht durch parametrische Programmierung aus der organischen Ledernarbung. So kann sie sich an jede Flächenausprägung anpassen. Das Verzerren der Struktur betont Kanten und bestimmte Bereiche eines Objektes. 

Johannes Wöhrlin 

Continua

Im Rahmen des Grundstudiums wurden modulare und variable Raumsysteme entwickelt. Ausgehend von gelenkig verbundenen oder biegesteifen Knotenverbindungen, wurde die Minimalzelle „Knoten“ in einem System von Kontinuitäten oder Diskontinuitäten extrapoliert und daraus unterschiedliche Morphologien generiert. Die material- und systemübergreifenden Systeme werden auf Form-, Kraft- und Materialschlüssigkeit bzw. deren Kombinationen hin entwickelt.

In Kooperation mit

Dipl.-Ing. Arch. Tatjana Gorbachewskaja

Phenol

Die Arbeit “Phenol” zeigt, wie sich Flüssigkeiten durch Impulse in ihrer Farbigkeit verändern können. Die Installation “Phenol” interagiert mit dem Pulsschlag des Betrachters. Durch einen Pulssensor, welcher am Körper getragen wird, wird die Herzfrequenz an die Installation übermittelt und so die Färbung des Wassers reguliert. Bei ansteigenden Puls verändert sich die Flüssigkeit von einem leichten Rosa bis hin zu einem intensivem Pink. So entstehen Texturen, die auf direkte Impulse aus ihrer Umwelt reagieren. Die Mensch-Objekt-Interaktion steht im Fokus dieser Arbeit. Die beiden Installationen PHENO und PHENOL werden von Körperzuständen beeinflusst, welche das physische Bewusstsein des einzelnen Individuums hinterfragen. 

Teresa Mendler

Die Arbeit wurde auf dem biome symposium in Sidney/AUS präsentiert

Mucid

Mucid ist eine Sitzlandschaft. Ein Ort für Entspannung, Kommunikation und Meditation. Eine interaktive Sitzgelegenheit die sich an den Körper anpasst, die reagiert, die wärmt, die kühlt, je nach Bedarf und Jahreszeit.

Die Form ist von der Natur inspiriert. Mucid besitzt die Eigenschaften von einem lebendigen Organismus, das Aussehen einer Pflanze und besteht aus einer Kombination von natürlichen und künstlichen Materialien.

Kamile Poliksaite

Keramisches Textil

Diese Materialstudie zeigt, inwiefern bestehende Materialien neu aufgegriffen und kombiniert oder auch substituiert werden und auf unterschiedlichste Weise in der Gestaltung zum Einsatz kommen können. Die entstanden Objekte sind keine endgültigen Formen, sondern geben den Anstoß für weitere Anwendungen.

Das entwickelte “Keramische Textil” weist einen erstaunlichen Schlankheitsgrad auf. Die fragilen Schalen – mit einem Durchmesser von etwa 30 cm – haben eine Materialstärke von weniger als 1 mm.

Thomas Stern

Hybrid

Die Großform des Experimentalbaus “Hybrid” besteht aus einem Möbiuskörper. Dieser fasziniert durch seine scheinbar unendliche Form, da dieser nur eine Fläche und eine Kante besitzt, welche in sich selbst zurücklaufen. Die klassischen Architekturelemente Dach, Wand und Boden werden aufgehoben – es entsteht ein Raumkontinuum. Scheinbar gleichzeitig beschreibt der Möbiuskörper aber auch eine Verschmelzung des Innen und Außen, welche sich in der Materialität des Pavillons und hier insbesondere durch die perforative Außenhaut wiederspiegelt, die auf dem Voronoi-Algorithmus basiert. Die einzelnen Zellen werden durch dreidimensionale Rahmenkonstruktionen beschrieben, die aus Holzwerkstoffen mit Hilfe computergestützter Herstellungsverfahren individuell produziert wurden.

Fraktale des Baus wurden im Januar 2011 in der Diamantenbörse in Frankfurt am Main ausgestellt. Die komplexe 3D-Struktur wurde parametrisch generiert und auf Basis eines komplett durchdetailierten CNC-Datensatzes im CNC-Lab gefertigt.

Teilnehmer_innen: Vasiliki Corakas, Ayla Ertürk, Annalena Kluge, Steffen Reiter, Marc Ulm, Xiaojia Yao, Steven Kaufmann, Lilli Lisitchkina, Judith Weber, Julian Staubach

IMD in Kooperation mit Prof. Dr. Patrick Teuffel (TU Delft)

Parametric Strategies, Xing Wang, Hyperbody-research group TU Delft, Andreas Schnubel, Rice-Francis–Ritchie RFR – Paris

5-Achs-Fräse / 3D-Zuschnitt, Wolfgang Heide

Palina

“… function follows form follows material” – entlang dieser Prozesskette entstand die Leuchte Palina. In ihr sind Übergänge zwischen flüssig, kristallin und fest wie eingefroren. Die in Wechselwirkung gebrachten Materialien nehmen neue Materialien in sich auf, hinterlassen Abdrücke und unerwartete, vielleicht an Korallen erinnernde Reaktionen. Es entsteht eine Materialität der Überraschung und der Übersetzung, der von Palina zu Palina jeweils andere Geschichten eingeschrieben sind. 

Annalena Kluge, Elena Bollin